E
EASDAQ

European Association of Securities Dealers Automated Quotations. Elektronische europäische Börse für Wachstumswerte.


EBIT

(Earnings before interest and taxes), bedeutet "Ergebnis vor Zinsen und Steuern" und ist ein Bestandteil der Gewinn- u. Verlustrechnung. Auch die Bezeichnungen "Operatives Ergebnis" oder Betriebsergebnis sind gebräuchlich.


Effekten

Sammelbegriff für Wertpapiere, die am Kapitalmarkt handelbar sind.


Effektivverzinsung

siehe Rendite


Effektivzins

Bei Darlehen: Nach der Preisangabenverordnung (PAngV) muss bei Krediten als Preis die Gesamtbelastung pro Jahr in Prozent angegeben werden. Bei Krediten deren Konditionen für die gesamte Laufzeit des Darlehens festgeschrieben sind, heißt dieser Preis "effektiver Jahreszins". Wenn jedoch eine Änderung des Zinssatzes oder anderer preisbestimmender Faktoren während der Laufzeit vorbehalten ist, wird er mit "anfänglicher effektiver Jahreszins" bezeichnet. Mit Hilfe des Effektivzinses können nur Darlehensangebote mit gleicher Zinsfestschreibung verglichen werden. Auch die übrigen in die Effektivzinsermittlung einbezogenen Faktoren (insbesondere Tilgungsfreijahre, Tilgungssatz, Art der Tilgungsverrechnung und Bearbeitungsgebühr/-entgelt) müssen für einen zutreffenden Preisvergleich identisch sein. Da aber die Berechnungsfaktoren meist nicht bekannt sind, ist der Preisvergleich über den Effektivzins problematisch. Auch bleibt eine Reihe preisbestimmender Faktoren unberücksichtigt, z.B. Wertermittlungskosten und Bereitstellungszinsen.


Eigenhandel

Als Eigenhandel bezeichnet man An- und Verkauf der Banken von Wertpapieren für eigene Rechnung.


Eigenheimzulagengesetz

Kurzübersicht:
Grundförderung:
Neubau: 8 Jahre lang bis zu 2.556 Euro
Altbau: 8 Jahre lang bis zu 1.278 Euro
Neubau / Altbau:
Eigenheimzulage jährlich
Kinderzulage + 767 Euro pro Kind
Öko-Maßnahmen wie Einbau Solaranlage etc.: bis zu 256 Euro jährlich
Bau Niedrigenergiehaus: 205 Euro jährlich

Kinderzulage und Ökozulage sind an die Gewährung der Grundförderung geknüpft. Für diese gilt eine Einkommensgrenze. Ab 1.1.2000 darf der Gesamtbetrag der Einkünfte im ersten Jahr der Förderung und im vorangegangenen Jahr insgesamt bei Alleinstehenden 81.807 Euro, bei Ehegatten 163.614 Euro nicht übersteigen.
Für jedes Kind erhöht sich der Grenzwert um 30.678 Euro.
Beantragung beim Finanzamt, Auszahlung durch das Finanzamt jeweils am 15.3.
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Ökologische Komponente:
8 Jahre lang zusätzliche Zulage von 2% der Aufwendungen für den Einbau von Solaranlagen, bestimmten Wärmepumpen, Anlagen zur Wärmerückgewinnung, max. 256 Euro jährlich.
8 Jahre lang Zulage von je 205 Euro , wenn bei Neubau der Heizwärmebedarf 25% unter den Anforderungen der Wärmeschutzverordnung von 1994 liegt.
Voraussetzung: Die Investitionen müssen in beiden Fällen bis Ende 2002 abgeschlossen sein. Bei Herstellung oder Anschaffung eines Neubaus wird die ökologische Zusatzförderung jedoch auf selbst genutzten Wohnraum beschränkt, für die noch die Wärmeschutzverordnung von 1994 gilt.



Eigenkapital

1. Börse: Die Mittel bzw. Gelder, mit denen eine Aktiengesellschaft gegenüber ihren Gläubigern haftet.
2. Immobilien: Im Zusammenhang mit einer Baufinanzierung versteht man unter Eigenkapital all diejenigen Gelder bzw. geldwertigen Leistungen, die zur Finanzierung der Immobilie herangezogen werden können.
- Bausparguthaben (zuteilungsreif!)
- Erlös von Aktien und festverzinslichen Wertpapieren
- Sparguthaben
- Bargeld
- Eigenleistungen
- bereits bezahltes Grundstück
- bereits bezahlte Gegenstände und Leistungen (Baumaterialien und Architektenleistungen)


Eigenleistungen

Bezogen auf Immobilien: Den Wert der persönlichen Arbeitsleistungen, der sich jedoch schwer bewerten lässt. Zu beachten ist, dass Kosten für Material und Handwerkszeug anfallen sowie ein erheblicher Zeitaufwand notwendig ist.


Eindecken

Kauf eines Wertpapiers, eines Futures oder einer Option, die man zuvor verkauft hat, ohne diese besessen zu haben (siehe auch Leerverkauf).


Einführungskurs

Kurs eines Wertpapiers am Tag der Börseneinführung/Kurs bei der ersten amtlichen Notierung von Wertpapieren an der Börse.


Einheitskurs

Auch Kassakurs genannt; kleinere Orders werden zum Kassakurs abgerechnet. Er wird einmal am Tag, meist um die Mittagszeit, vom Kursmakler festgelegt. Wertpapiere mit größeren Umsätzen oder besonderem Publikumsinteresse werden fortlaufend während der Börsenzeit notiert (Fortlaufende Notierung).


Einkommensgrenzen

Die Eigenheimzulagen gibt es seit 1.1.2000 (Bauantrag oder Kaufantrag) nur, wenn die Summe aus dem Gesamtbetrag der Einkünfte im Antragsjahr und im Jahr davor 81.807 Euro / 163.614 Euro (ledig / verheiratet) nicht übersteigt. Pro Kind erhöht sich diese Einkommensgrenze um 30.678 Euro (Eigenheimzulagengesetz).


Elastizität

Hebel multipliziert mit Delta. Daraus ergibt sich die Kennzahl für die prozentuale Veränderung des Optionsscheinkurses bei einer prozentualen Veränderung des Basiswertes.


Elliott-Wellen

Dieses nach seinem Erfinder R. N. Elliott benannte Verfahren technischer Analyse basiert auf der Hypothese, Aktienkurse bewegten sich immer in wiederkehrenden Wellenformationen.


Emerging Markets

Bezeichnung für die Wertpapiermärkte der Schwellenländer in Südamerika, Asien, Afrika und teilweise im ehemaligen Ostblock.


Emission

Ausgabe von Wertpapieren; die Emission erfolgt entweder auf direktem Wege (Selbstemission) oder durch Vermittlung von Kreditinstituten (Fremdemission). Das Kreditinstitut führt dabei entweder den Verkauf kommissionsweise für Rechnung des Emittenten durch oder übernimmt die Wertpapiere zu einem festen Kurs und bietet sie zu einem höheren Kurs dem Publikum an (Platzierung).


Emissionsbank

Finanzinstitut, welches die Platzierung neu zu begebender Wertpapiere übernommen hat.


Emittent

Aussteller eines Wertpapiers, das an der Börse notiert und gehandelt wird.


Enger Markt

Börsenhandel, bei dem nur wenig Umsatz stattfindet und dabei die Geld-/Briefspanne sehr groß ist.


EOE

(Abk.) für European Options Exchange (Sitz in Amsterdam, NL).


Erbbaurecht

Das Erbbaurecht begründet das Recht, auf einem fremden Grundstück ein Gebäude zu errichten und zu nutzen. Es stellt ein grundstücksgleiches Recht dar und gibt dem Erbbauberechtigten während der Dauer des Rechts Ansprüche, die einem Eigentümer weitgehend gleichkommen. Das Erbbaurecht ist vererblich und veräußerlich. Es stellt eine Belastung des Grundstückes dar und muss im Grundbuch eingetragen werden. Der wirtschaftliche Vorteil des Erbbaurechtes liegt darin, dass für die Errichtung eines Gebäudes oder einer Eigentumswohnung auf einem Grundstück zunächst nicht der Grundstückskaufpreis bezahlt werden muss, sondern lediglich ein Erbbauzins auf die Dauer des Erbbaurechtes. Das Erbbaurecht ist zeitlich befristet (üblich: 66 oder 99 Jahre). Bei Fristablauf endet die Rechtsstellung des Erbbauberechtigten mit der Folge, dass das Eigentum am Gebäude nunmehr dem Grundstückeigentümer zusteht. Für diesen Fall ist regelmäßig eine Entschädigung des Erbbauberechtigten im Erbbaurechtsvertrag vereinbart.


Erfüllung

Lieferung und Bezahlung bzw. Barausgleich bei Termingeschäften.


Eröffnungskurs

Erster am jeweiligen Börstentag festgestellter Kurs eines Wertpapiers, mit dem der Börsenhandel eröffnet wird.


Erschließungskosten

siehe Herstellungskosten.


Erwerbsnebenkosten

siehe Herstellungskosten.


Eskomptieren

= Bereits vorweggenommen. Seit längerem erwartete positive o. negative Nachricht, die die Kursentwicklung eines Wertpapiers oder Index beeinflussen kann, hat letztlich doch keine Auswirkung, da die Beeinflussung der Kursentwicklung schon vor dem tatsächlichen Eintreten stattgefunden hat.


EUREX

Kooperation zwischen der Dt. Terminbörse (DTB) mit der Schweizer Terminbörse (SOFFEX). An der EUREX werden standardisierte Termingeschäfte mit harmonisiertem Regelwerk auf einer europäischen Handelsplattform gehandelt.


Euro-Anleihen

Am Euro-Kapitalmarkt gehandelte Anleihen von Industrieunternehmen, Banken oder Staaten, die in einer Währung begeben werden, die i. d. R. nicht die Heimatlandwährung des Emittenten ist.


Euro-Bund-Future

Terminkontrakt, der sich auf eine synthetische Bundesanleihe mit einem Kupon von sechs Prozent und einer Laufzeit von achteinhalb bis zehn Jahre bezieht.


Euro-Kapitalmarkt

Markt für Euro-Anleihen in Dollar, D-Mark und anderen konvertiblen Währungen, die i. d. R. von internationalen Bankenkonsortien begeben und zur Zeichnung in einem oder mehreren Ländern angeboten werden. Wird auch als Euro-Bondmarkt bezeichnet.


Europäisches Optionsrecht

Die Ausübung des Optionsrechts ist ausschließlich zum Ende der Laufzeit möglich; im Gegensatz zum Amerikanischen Optionsrecht.


European Style

"Eine Option bzw. ein Optionsschein ist European Style, wenn er nur am Ende der Laufzeit ausübbar ist.
Gegensatz: American Style. "


Exchange Traded Funds (ETF´s)

Fortlaufend an der Börse gehandelte Fondsanteile mit unbegrenzter Laufzeit, die der Performance eines zugrunde liegenden Index folgen. Bei Indexfonds folgt der Preis für einen Anteil einem vom Emittenten festgelegten Bruchteil des Indexwertes. Aktiv gemanagte Fonds versuchen hingegen die Performance eines Benchmark-Index zu schlagen.


Exercise Price

Basispreis


Exhaustion-Gap

Sogenanntes "Erschöpfungs"-Gap, das üblicherweise eine Umkehr des bestehenden Trends signalisiert.


Exit

Verkauf einer Unternehmensbeteiligung. Der Exit erfolgt i. d. R. durch einen Börsengang (Going Public) oder durch Veräußerung an einen industriellen Investor bzw. strategischen Partner (Trade Sale). Weitere Möglichkeiten sind der Verkauf an einen Finanzinvestor (Secondary Purchase) oder der Rückkauf durch die Alteigentümer (Buy Back).


Exotischer Optionsschein (Exotic Option)

Oberbegriff für neuartige Optionen, die durch komplexe, nicht standardisierte Ausstattungsmerkmale gekennzeichnet sind, z. B. eine Kombination von Caps und Floors. Diese lassen sich mit den üblichen mathematischen Kennzahlen nur bedingt bewerten.


Expiration

= Verfall. Datum, an dem der Optionsschein verfällt. Sofern der Optionsschein einen inneren Wert aufweist, muss das Optionsrecht spätestens an diesem Termin ausgeübt werden, ansonsten verfällt der Optionsschein wertlos.


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