Dachfonds (Fund of Funds)
Fonds, die ihre Mittel in Unterfonds, also in Anteilscheine anderer Fonds anlegen.
Damnum
Damnum, oft auch als Disagio bezeichnet, ist die Differenz zwischen dem Nominalbetrag
(Rückzahlungsbetrag) und dem Auszahlungsbetrag eines Hypothekendarlehens.
Bei der Vereinbarung eines Damnums ist der Darlehensnominalzins entsprechend
niedriger (z. B. Nominalkapital 100.000 Euro, Auszahlungssatz 90 %, somit Disagio
10.000 Euro; Rückzahlung über die Laufzeit 100.000 Euro). Das Damnum
ist unter bestimmten Voraussetzungen als Werbungskosten/Betriebsausgaben vom
zu versteuernden Einkommen abziehbar. Bei selbst genutztem Wohneigentum, das
nach dem Eigenheimzulagengesetz gefördert wird, ist das Damnum bereits
mit der Vorkostenpauschale von 1.790 Euro abgegolten.
DAX
Der Deutsche Aktienindex ist ein grundkapitalgewichteter Performanceindex, der
auf 30 an der Frankfurter Börse notierten deutschen Standardwerten beruht.
Er ist um Dividendenzahlungen sowie Bezugsrechtsgewährungen bereinigt (Performanceindex).
Die Firmen werden jährlich nach ihrer Börsenkapitalisierung ermittelt.
Gemessen am Börsenumsatz repräsentiert der DAX etwa 75 % des deutschen
Aktienhandels.
DAX-Future
Finanzterminkontrakt auf den DAX.
Deflation
Starke Abnahme der Geldmenge bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage; hat i.
d. R. Preisverfall und somit einen Rückgang an Investitionsvolumen zur
Folge.
Delivery
siehe Lieferung
Delta
Delta ist eine dynamische Kennzahl, die die Veränderung des Optionspreises
bzw. des Optionsscheinpreises in Abhängigkeit von der Kursveränderung
des Basiswertes angibt. Aus mathematischer Sicht ist das Delta die erste Ableitung
der Optionspreisformel nach dem Basiswert. Das Delta kann bei Calls Werte zwischen
0 und +1 und bei Puts zwischen 0 und -1 haben. Mit den Preisschwankungen des
Basiswerts verändert sich auch das Delta. Je weiter die Option aus dem
Geld ist (Out-of-the-money-Option), umso mehr nähert sich das Delta dem
Nullpunkt an. Je weiter die Option im Geld ist (In-the-money-Option), desto
mehr nähert sich das Delta 1 bzw. -1 an.
Depot
Gesamtheit aller Wertpapiere eines Anlegers.
Depotauszug
Detailliertes Verzeichnis aller im Depot befindlichen Wertpapiere.
Depotstimmrecht
siehe Auftragsstimmrecht
Derivate
Bei derivaten Finanzinstrumenten handelt es sich um keine eigenständigen
Anlageinstrumente, sondern um Rechte, deren Bewertung vornehmlich aus dem Preis
und den Preisschwankungen und -erwartungen eines zugrundeliegenden Basisinstruments,
zum Beispiel Aktien und Anleihen, abgeleitet ist. Zu den Derivaten zählen
alle Arten von Optionen und Futures.
Designated Sponsors
Liefern auf Anfrage verbindliche Bid- und Ask-Kurse für eine bestimmte
Menge und sorgen somit für Liquidität.
Deutsche Börse AG
Anfang 1993 gegründeter Anbieter für alle Börsendienstleistungen
mit Sitz in Frankfurt/Main. Ihr gehören sämtliche Anteile des Deutschen
Kassenvereins und Anteile an der deutsch-schweizerischen Terminbörse EUREX.
Deutscher Kassenverein AG
Zentrale Wertpapiersammelbank, die die Sammelverwahrung von Effekten sowie den
Effektengiroverkehr durchführt; er ist aus den sieben deutschen Kassenvereinen
an den Börsenplätzen mit Ausnahme Bremens hervorgegangen.
Deutsche Terminbörse
Abk.: DTB; Vorläufer der 1998 mit der schweizer Terminbörse SOFFEX
gegründeten EUREX. Vollcomputerisierte Börse, die Anfang 1990 in der
Bundesrepublik Deutschland ihre Tätigkeit aufnahm. Die DTB ermöglicht
über Bildschirm den Handel mit Derivaten und anderen Anlagemöglichkeiten.
Devisen
Guthaben oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen.
Dienstbarkeit
Dienstbarkeiten sind Beschränkungen des Eigentümers in der Benutzung
oder Ausübung seiner Rechte an einem Grundstück zugunsten eines anderen.
Diese werden im Grundbuch Abt. II eingetragen, z. B. Wohnrecht, Wegerecht, Stromleitungsrecht,
wobei sich einige Dienstbarkeiten erheblich wertmindernd auswirken können.
disagio
1. Börse: Unter Disagio versteht man im allgemeinen den Unterschied zwischen
dem Nennwert eines festverzinslichen Wertpapiers und seinem darunterliegenden
Ausgabekurs (Ausgabe unter pari).
Gegensatz: Agio.
2. Immobilien: siehe Damnum.
Disclaimer
FDurch diesen Vermerk versuchen Unternehmen, Banken und Broker sich vor Haftungsansprüchen
zu schützen. Zwei Arten: Produkt- u. Research-Disclaimer.
Discount-Broker
Kreditinstitute, die im Vergleich zu klassischen Banken zu niedrigen Kauf- u.
Verkaufsgebühren Wertpapier- und Terminmarkt-Transaktionen abwickeln.
Diskontsatz
Von der Europ. Zentralbank (EZB) festgelegter Zinssatz, der den Banken beim
Ankauf von Wechseln in Rechnung gestellt wird.
Diversifikation
Streuung des Vermögens auf verschiedene Anlagegattungen bzw. werte.
Das Ziel der Diversifikation ist dabei eine Portfoliozusammenstellung, bei der
sich die Risiken der einzelnen Vermögensgegenstände so kompensieren,
dass das unsystematische Risiko eliminiert wird.
dividende
Anteil des Gewinns einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgeschüttet
wird. Durch die Dividendenausschüttung ermäßigt sich der Aktienkurs
um den Dividendenabschlag. Die Optionen bzw. Optionsscheine werden um diesen
Betrag nicht korrigiert.
Dow Jones Euro Stoxx 50 Index
Index, der die fünfzig wichtigsten und größten Aktienwerte aus
dem Raum der Europäischen Währungsunion umfaßt.
Dow Jones Index
Aktienindex der New Yorker Börse, der sich aus drei verschiedenen Subindizes
zusammensetzt. Der bekannteste ist der Dow Jones Industrial, der sich aus 30
amerik. Industrieunternehmen errechnet. Neben diesem gibt es noch den Dow Jones
Transport sowie Dow Jones Versorger.
DTB
Deutsche Terminbörse
Duration
Kennzahl für die mittlere Kapitalbindungsdauer einer Anleihe. Die Duration
beschreibt, wie Zinsänderungen den Preis einer Anleihe oder eines Anleihe-Portefeuilles
beeinflussen. Je größer die Duration, desto stärker wird der
Preis beeinflusst. Die Duration wird deshalb als Maß für das Risiko
eines Anleihen-Portefeuilles verwendet.
DVFA-Ergebnis
Schema zur Berechnung des Jahresfehlbetrages bzw. überschusses eines
Unternehmens. Entwickelt von der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse
und Anlageberatung.
DVFP (Deutscher Verband Financial Planners)
Verband, welcher sich die Selbstkontrolle der Finanzdienstleister zum Ziel gesetzt
hat.
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